“Eine Entscheidung zu treffen ist nur der Anfang. Wenn jemand einen Entschluss fasst, dann taucht er damit in eine gewaltige Strömung, die ihn mit sich zu Orten reisst, die er sich bei dem Entschluß niemals hätte träumen lassen.”

– Paulo Coelho, The Alchimist 

135 Tage voller Sonne, Strand, Dschungel, Berge, Sonnenuntergänge, Sternenhimmel, Vulkane, Krokodile und Kaffeebohnen in Mexiko und Guatemala sind vorüber. Zurückblickend kann ich behaupten: Die Mission war ein voller Erfolg. Nicht nur habe ich meine Lebensqualität drastisch verbessert, indem ich Zigaretten gegen Yoga tauschte, auch hat die Meditation mein Weltbild vervollständigt. Davon abgesehen war Mazunte die Zeit unseres Lebens: Papayasaft zum Frühstueck, schwimmen gehen in der Bucht, am Strand liegen, jeden Tag neue Menschen begrüßen, Abends Pizza und Wein mit meiner Freundin Chandler aus Kalifornien, oder ein Pokerabend mit Eric aus Kanada in seiner Bar, die verrückte Osterwoche geniessen mit der Band aus Mexiko City “Casa Verde Colectivo”, frischen Fisch speisen, und sich beim Tauchen im Meer das glitzernde Sonnenlicht auf den Bauch scheinen lassen, schwebend, lachend, wie in einem Traum eben. Das erzähle ich nicht, um hier jemanden neidisch zu machen, denn jeder sollte wissen, dass das wahre Glück erreichbar ist, näher als jedes andere Ziel. Eigentlich geht es nur darum, wieder zum Ursprung zurückzukehren. Zum Hier und Jetzt. Das ist der ganze Trick.

Vor ein paar Tagen wurde Mazunte von einem Hurrikane getroffen… Keiner wurde verletzt, aber das Dorf wurde zum Teil zerstört. Es war so etwas in der Luft, als ich ging, alle waren verschwunden, und viele, inklusive mir, träumten von Fluten.

Alles ist im Wandel…

Mexiko und Guatemala – kuriose Daten und Zahlen

  • Laengste Zeit an einem Ort (am Stück): Mazunte
  • Kaeltester Ort: San José del Pacifico, Oaxaca
  • Waermster Ort: Mazunte, Oaxaca
  • Ort, an dem ich am ehesten für ein Jahr bleiben könnte: San Pedro La Laguna, Guatemala
  • Luxurioeseste Unterkunft: San Pedro La Laguna,  Einzelzimmer mit Bad, Balkon und Haengematte, Blick auf den Atitlan See. 2 Euro pro Nacht.
  • Schaebigste Unterkunft: Zwei Stunden Halbschlaf im Busterminal von Tonala in Chiapas, neben einem stinkenden Penner.
  • Leckerstes Essen: Malaysisches Nasi Goreng (mit gebratenen Nudeln) in der Buddha Bar in San Pedro La Laguna, Guatemala.
  • Gesamtausgaben in Mexiko und Guatemala: 2027,85 Euro
  • Meditation und Yogakurse: 500 Euro
  • Durchschnittsausgaben am Tag (ausser Kosten für Kurse): 15,02 Euro.
  • Traumatischstes Erlebnis: Grenzuebertritt von Tuxtla Chico nach Guatemala
  • Spektakulaerste Natur: Lagunas de Chacahua

Gepäck nach 135 Tagen Backpacking beim Verlassen Mexikos. 16 Kilogramm plus Handgepaeck.

Kleidung:
  • 1 Kleid
  • 3 Pullis
  • 6 Hosen
  • 1 Unterhemd
  • 6 Tops
  • 2 T-Shirts
  • 2 paar Socken
  • 2 Roecke
  • 1 Stoffjacke
  • 1 paar Sandalen
  • 1 Schal
  • 1 Bikini
  • 1 Sarong
  • 1 Guertel
  • 1 Paar Sandalen von teva
Kosmetik:
  • Handspiegel
  • Bepanthen Salbe
  • Kontaktlinsenzubehoer
  • Make-Up
  • Haarbuerste
  • Pinzette
  • Einwegrasierer
  • Deo
  • Zahnbuerste
  • Zahnpasta
  • Nagelschere
Medizin:
  • Hansaplast
  • Perenterol
  • Soventol
  • VapoRub (super bei Stichen)
  • Desinfektionsspray
  • Ibuprofen
  • Dolormin
  • Loratadin
  • Ohropax
Sonstiges:
  • Seidenschlafsack
  • Haengematte (nie benutzt)
  • Reisehandtuch
  • aufblasbares Nackenkissen (bestes Gepaeckstueck! damit wird jede Busreise zum Traumland..)
  • Reiserucksack
  • Daypack
  • Stoffbeutel fuer dreckige Waesche
  • Kulturbeutel
  • Ledergeldbeutel
  • Mini-Geldbeutel
  • Bauchtasche
  • Taschenlampe
  • Pois
  • Raeucherstaebchen
  • Salbei
  • Reisewecker
  • Armbanduhr
  • Stifte
  • 4 Buecher
  • 2 Tagebuecher
  • 2 Notizbuecher
  • Fotos
  • Yoga-Diplom
  • Eine Tasche mit Schmuck und Fäden aus Mexiko (Bernstein, Jade, Armbänder, Ketten, Steine, Faeden etc.)
  • Reisepass
  • Kreditkarte
  • TAN Liste
  • Internationaler Fuehrerschein
  • Versicherungspolice
  • Impfpass

Ich schreibe bereits aus Kanada. Seit 5 Tagen couchsurfe ich in Montréal, Quebec. Am Donnerstag fahre ich mit einem Italiener, einem Kanadier, einem Iraner und einem noch unbekannten Mitreisenden von hier bis nach British Colombia. 5000 Kilometer, 5 Tage, 5 Personen, ein Auto. Ein Roadtrip vom allerfeinsten. Wir fahren dort zum Kirschen pflücken. Es wird alles erzählt.

Au revoir, mes amis, bis bald!

2 thoughts on “Der Stoff, aus dem die Träume sind…

  1. Lieber Dublo, Ja nimm die Herausforderungen an, nicht nur als Globetrotter. Die Herausforderungen sind im täglichen Leben auch vorhanden. Es will auch alles vollendet sein……damit die Energien wieder frei fließen können. Ich habe eine wundervolle Yogaseite im Internet entdeckt. Vielleicht ergibt es sich für Dich da mal rein zu schauen. Dr. Ronald Steiner….Wir bleiben unbedingt in Kontakt. Deine B und R und sei umärmelt :-)

  2. Welche Herausforderung läßt uns im Ungewissen wo Du bist, was Du tust, wie es Dir geht, wann du dich wieder meldest, mit wem Du unterwegs bist. Ich wünsche Dir immer die richtigen Menschen um dich herum und für alles den richtigen Zeitpunkt und bleib gesund. Be

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s